Das Institut für Verbraucherschutz (Idec) äußert seine tiefe Besorgnis über die Rückschläge, die in den neuen Text des heute veröffentlichten Gesetzentwurfs 2.338/2023 (3) eingeflossen sind, der den Einsatz künstlicher Intelligenz in Brasilien regeln soll Jede neue Version des Textes schwächt die Mechanismen des Schutzes der Bürger und erweitert die Ausrichtung auf die Interessen großer Technologieunternehmen zum Nachteil der Rechte der Bevölkerung und der nationalen Souveränität.
Mit der Neuformulierung nahmen die Risiken zu
Der aktuelle Vorschlag reduziert die Sicherheitsvorkehrungen drastisch, um die negativen Auswirkungen künstlicher Intelligenzsysteme abzumildern. Unter den wichtigsten Warnpunkten heben wir hervor:
Erleichterung von Betrügereien in sozialen Netzwerken
Der Ausschluss der Einstufung groß angelegter Content-Verteilungssysteme als risikoreich begünstigt die Verbreitung von Betrügereien, Betrug und FehlinformationenDies bedeutet einen Rückschlag in Bezug auf den Verbraucherschutz und die Integrität des digitalen Umfelds.
Fragilisierung des Kampfes gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern
Die neue Version des Textes weist Lücken auf, die es schwierig machen, KI-Systeme zur Rechenschaft zu ziehen, die zur Produktion und Verbreitung von Inhalten im Zusammenhang mit sexueller Ausbeutung von Kindern verwendet werden. Die Änderung kann es Unternehmen oder Entwicklern erschweren, indirekt zur Erstellung oder Verbreitung solcher Inhalte beizutragen, falls die PL genehmigt wird.
Risikobewertung als bloße “Boapraxis”
Der Text behält die Ersetzung der Verpflichtung zu einer vorläufigen Risikobewertung durch eine bloße Empfehlung bewährter Verfahren bei, wodurch die Fähigkeit zur Überwachung und Schadensbegrenzung entleert wird, bevor sie eintreten.
Fehlende Regulierung der Kreditwürdigkeit
Die dauerhafte Unterlassung von Kreditbewertungen als risikoreiche Aktivität ignoriert die negativen Auswirkungen, die automatisierte Systeme auf das Finanzleben der Verbraucher haben können, insbesondere der am stärksten gefährdeten und überschuldeten.
Unterstützung durch Big Techs und mangelndes Engagement seitens der Legislative
Es ist offensichtlich, dass mit jeder neuen Version des Projekts mehr Rechte entzogen werden und die Unterstützung großer Technologieunternehmen für den Text wächst Dies spiegelt die Stärke der Lobby dieser Konzerne wider, denen es gelungen ist, die PL so zu gestalten, dass sie ihre kommerziellen Interessen begünstigt.
Unterdessen zeigt der Bundessenat eine besorgniserregende Selbstgefälligkeit gegenüber dem Industriesektor und ignoriert gleichzeitig die Forderungen der Gesellschaft, die diejenigen schützen will, die sie am meisten brauchen. Diese Haltung gefährdet die nationale Souveränität und übergibt die regulatorische Zukunft der künstlichen Intelligenz in Brasilien in die Hände des Privatsektors.
Was steht auf dem Spiel?
PL 2.338/2023 schafft es in seiner jetzigen Form nicht, einen robusten und ausgewogenen Regulierungsrahmen zu schaffen, der die Rechte der Bürger schützt und eine verantwortungsvolle technologische Entwicklung fördert. Die Regulierung künstlicher Intelligenz sollte der Sicherheit, Privatsphäre und Würde der Bevölkerung Priorität einräumen und nicht als dienen ein Freibrief für den uneingeschränkten Gewinn großer Techniker.
Idec fordert die Parlamentarier auf, den Text des Projekts dringend zu überprüfen und dabei dem öffentlichen Interesse Vorrang vor dem Druck von außen einzuräumen Ohne dies läuft Brasilien Gefahr, in ein Labor für deregulierte technologische Experimente umgewandelt zu werden, mit verheerenden Auswirkungen auf die Grundrechte und die Souveränität des Landes.

