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Künstliche Intelligenz wird bereits von rund 70 % der Unternehmen in Brasilien zur Bekämpfung des weiterhin zunehmenden digitalen Betrugs eingesetzt.

Digitaler Betrug breitet sich rasant aus und untergräbt das Vertrauen in das globale Finanzsystem. In Brasilien gehören immer raffiniertere Betrugsmaschen mittlerweile zum Alltag der Verbraucher. Zu den gängigsten Praktiken zählen die Eröffnung von Bankkonten mit gefälschten Dokumenten, Online-Einkäufe im Namen Dritter, das Hacken von Zahlungskonten, das Klonen von Kreditkarten und sogar der Einsatz von Deepfake-Videos, um Familie, Freunde und Unternehmen zu täuschen.

Laut dem Bericht „Die Zukunft des Finanzwesens 2025“ von Veriff , einem führenden Unternehmen für Identitätsverifizierung, das kürzlich ein Technologiezentrum in São Paulo eröffnet hat, stieg die Zahl der Betrugsversuche im Zeitraum von 2024 bis 2025 um 21 %. In Brasilien nutzen bereits 69,5 % der Unternehmen künstliche Intelligenz zur Betrugsbekämpfung, während sich 16,5 % in der Implementierungsphase befinden – die Lage ist jedoch weiterhin besorgniserregend. Einer aktuellen Umfrage von Serasa Experian zufolge verzeichnete das Land im Jahr 2025 den zweiten Monat in Folge über eine Million Betrugsversuche. Dies unterstreicht die Dringlichkeit von Investitionen in strengere Lösungen zur Identitätsverifizierung und Risikoprävention.

Finanzdienstleistungen zählen weiterhin zu den Hauptzielen von Kriminellen. Laut einer Studie von Veriff war allein im letzten Jahr bei jedem zwanzigsten Verifizierungsversuch jemand der Versuch, sich als eine andere Person auszugeben – eine Betrugsmasche, die ohne geeignete Technologie Unternehmen und Verbrauchern Verluste in Millionenhöhe verursachen kann. In den USA meldeten 35 % der Unternehmen der Branche finanzielle Verluste, wobei 13 % angaben, dass diese bis zu 20 % ihres Jahresumsatzes ausmachten. Im gleichen Zeitraum berichteten 47,5 % der Verbraucher, Opfer von Online-Betrug geworden zu sein. 

Kaarel Kotkas, Gründer und CEO von Veriff und einer der 25 einflussreichsten Jungunternehmer Nordeuropas, erklärt, dass der Finanzsektor aufgrund der schnellen Gewinne weiterhin ein Hauptziel für Kriminelle darstellt. Um Verbrechen vorzubeugen, müsse man ihnen vorausschauend begegnen. „Unsere Mission ist es, sicherzustellen, dass Menschen Zugang zu Dienstleistungen haben, während Kriminelle intelligent und effektiv gestoppt werden – auch angesichts immer raffinierterer Bedrohungen.“

KI als Bedrohung und Lösung zugleich.

Künstliche Intelligenz erweist sich in diesem Zusammenhang als bahnbrechend. Obwohl sie vor allem bei Angriffen zum Einsatz kommt – 60,5 % der Befragten berichteten von einem Anstieg des KI-Einsatzes bei Betrugsmaschen und 31,94 % der Amerikaner wurden bereits Opfer von Betrug mit Deepfakes –, hat sich die Technologie auch zu einem wichtigen Verbündeten in der Risikoprävention entwickelt. Lösungen wie die digitale Identitätsprüfung und Biometrie sind bereits in 83 % der Unternehmen Standard, und weitere 81 % planen, den Einsatz dieser Technologien auszuweiten.

Digitales Vertrauen als Wettbewerbsvorteil

Für Andrea Rozenberg, Geschäftsführerin von Veriff in Brasilien, ist digitales Vertrauen zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor geworden, insbesondere in risikoreichen Sektoren wie Finanzen, Zahlungsverkehr und Kryptowährungen, deren Betrugsraten fast doppelt so hoch sind wie der globale Durchschnitt. „Die Zukunft der Finanzdienstleistungen wird davon abhängen, inwieweit Unternehmen ihre Kunden in einem zunehmend digitalen Umfeld schützen können. Biometrie ist ein leistungsstarkes Instrument, aber sie allein reicht nicht aus. Die Authentifizierung muss mehrere Verifizierungsebenen und Risikoanalysen kombinieren, um das globale Finanzökosystem wirklich zu schützen. Die Kombination aus KI-Verifizierung, Biometrie und nahtloser Authentifizierung ist unerlässlich für sichere und zuverlässige Kundenerlebnisse“, erklärt sie.

Aktuell existieren bereits Lösungen, die manipulierte Bilder erkennen, fortgeschrittene biometrische Analysen durchführen, ungewöhnliche Verhaltensmuster aufspüren und die Benutzerauthentifizierung in Echtzeit verstärken können. Künstliche Intelligenz wird damit zum wichtigsten Schutzschild gegen Betrug. „Angesichts der zunehmenden Raffinesse der Angriffe ist zu erwarten, dass Technologien wie Deepfake- , kontinuierliche Authentifizierung und Echtzeit-Identitätsprüfung in den kommenden Jahren eine noch wichtigere Rolle beim Schutz von Unternehmen und Verbrauchern spielen werden“, betont Andrea.

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