Fast die Hälfte (48%) der brasilianischen Verbraucher beabsichtigt, ihre Ausgaben für Abonnementdienste bis 2030 zu erhöhen und das wiederkehrende Konsummodell als grundlegenden Bestandteil des Haushaltsbudgets zu konsolidieren. Die Schlussfolgerung ist von Unterschriftenumfrage 2025, eine beispiellose Studie, die von Vindi in Zusammenarbeit mit Opinion Box durchgeführt wurde. Hier die Studie ansehen.
Allein im letzten Jahr haben 35% der Befragten ihre Ausgaben für diese Art von Diensten erhöht, darunter Abonnements für Streaming-Dienste, Fitnessstudio-Mitgliedschaften, Benzin, Krankenversicherung und mehr. In diesem Jahr planen 26%, ihre Ausgaben noch weiter zu erhöhen – ein Anstieg um drei Prozentpunkte im Vergleich zur Umfrage von 2024, in der 23% diese Absicht bekundeten.
Laut der Vindi-Studie geben 561 Billionen Brasilianer bereits zwischen 151 und 200 Billionen Real pro Monat für Abonnements aus. „Wiederkehrende Zahlungen stehen für Verbraucher mittlerweile für Komfort, Vorhersehbarkeit und Zweckmäßigkeit. Und für Unternehmen bedeuten sie stabile Einnahmen und Möglichkeiten zur Kundenbindung. Es handelt sich um ein Modell, das ausgereift ist und in den kommenden Jahren stetig weiter wachsen dürfte.“, sagt Marcelo Scarpa, VP of Financial Services bei LWSA.
Streaming führt, aber Abonnements für Food-Apps und Cloud-Dienste nehmen zu
Obwohl Streaming weiterhin das Modell des wiederkehrenden Konsums ist, erfreuen sich bei den Verbrauchern laut 69% auch andere Aktivitäten wie Fitnessstudios, Cloud-Dienste und Treueprogramme für Lebensmittel-Apps wachsender Beliebtheit.
Unterhaltung, wie Video-Streaming (731 TP3T) und Musik (451 TP3T), führt weiterhin den nationalen Trend an. Die Umfrage deutet jedoch auf einen starken Anstieg der Abonnements für alltägliche Verbraucherbedürfnisse hin, insbesondere bei Food-Apps (401 TP3T) und Fitnessstudio-Mitgliedschaften (401 TP3T).
Das Modell ist außerdem in wesentlichen Dienstleistungen für das Familienbudget enthalten, wie etwa Krankenversicherungspläne (43%), Versicherungen (35%) und Bildung (29%), zusätzlich zu Produktivitätstools wie Cloud-Speicher (35%).
„Dieses Verhalten zeigt, dass brasilianische Verbraucher mit der Logik wiederkehrender Zahlungen zufrieden sind. Sie stellen aber auch hohe Ansprüche: Sie erwarten ein gutes Erlebnis, einen kontinuierlichen Mehrwert und die Möglichkeit, ihre Ausgaben selbst zu kontrollieren.“, betont Scarpa.
Werbung und geteilte Passwörter: Die neuen Dilemmas des Streaming-Konsumenten
Das Nutzungserlebnis ist nach wie vor ein entscheidender Faktor für die Entscheidung der Verbraucher, einem Dienst treu zu bleiben. Bei Streaming-Diensten hingegen lehnt 58% Werbung auf der Plattform ab, während 45% Werbung und einen geringeren Preis für den Dienst für fair hält.
Auf Familientarife entfallen 801.000.000 Videoabonnements und 601.000.000 Audioabonnements. Die Weitergabe von Passwörtern an Personen, die nicht an derselben Adresse wohnen, ging zurück – von 561.000.000 im letzten Jahr auf 491.000.000 in der diesjährigen Umfrage.
Zu den Hauptgründen für die Kundentreue zählen laut der Umfrage das Nutzererlebnis (30%) und das Preis-Leistungs-Verhältnis (20%) sowie exklusive Vorteile für Abonnenten (26%). 49% hingegen haben bereits aus Unzufriedenheit gekündigt und 39% gaben an, ihr Abonnement nicht häufig zu nutzen.
Kreditkarten sind führend, doch das Misstrauen der Verbraucher ebnet Pix den Weg zum Vormarsch
Die Untersuchung deckt ein Paradoxon im Verbraucherverhalten auf: Obwohl die Kreditkarte noch immer die am häufigsten verwendete Zahlungsmethode für Abonnements ist (691.3T), ist das Misstrauen groß: Nur 241.3T der Nutzer geben an, dass sie der Online-Registrierung ihrer Daten vollkommen vertrauen.
Diese Spannung ebnet den Weg für das Wachstum alternativer Zahlungsmethoden wie Pix (13%) und Debit (8%), insbesondere bei jüngeren Verbrauchern. Für Unternehmen zeigt dieses Szenario, dass sie nicht nur Vielfalt, sondern auch Technologien anbieten müssen, die Sicherheit und ein Zahlungserlebnis mit weniger Schritten gewährleisten.
„Wir sehen einen wachsenden Trend bei Pix-Zahlungen mit der Einführung von Pix-Terminzahlungen und in den kommenden Monaten auch mit Pix-Ratenzahlungen. Daher müssen sich die Unternehmen anpassen.“, schließt Scarpa.
**Die Abonnementumfrage 2025 wurde im Mai 2025 mit 2.023 Verbrauchern in allen Regionen Brasiliens durchgeführt. Die Fehlerspanne beträgt 2,2 Prozentpunkte.


