Nahezu einhellig (96 %) der CIOs (Chief Information Officers) geben an, ihre Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) in diesem Jahr zu erhöhen. Gleichzeitig stehen sie vor einem Paradoxon: Laut einer aktuellen Studie von PwC geben nur 49 % an, dass ihre Teams darauf vorbereitet sind, und 46 % berichten von unzureichenden Daten zur Unterstützung von Projekten. Eine weitere Studie von PwC selbst zeigt, dass die Einführung von KI – bei erfolgreicher Implementierung – das brasilianische BIP bis 2035 um bis zu 13 Prozentpunkte steigern könnte. Dies unterstreicht die Dringlichkeit, diese Herausforderungen zu bewältigen.
Was aber tun, wenn das Unternehmen den Wert von KI bereits erkennt, aber auf einen Mangel an Daten oder an der nötigen Vorbereitung des Teams stößt?
„Technologie allein reicht nicht aus. Ohne angemessene Schulung und qualitativ hochwertige Daten wird die Investition in KI möglicherweise nicht die erwartete Wirkung erzielen. Und genau hier liegt die Aufgabe der Führungskräfte: Mitarbeiter zu befähigen, einen soliden technischen Support sicherzustellen und Systeme zu integrieren, um KI in einen echten Wettbewerbsvorteil zu verwandeln“, sagt João Neto, CRO von Unentel.
Die Governance von KI befindet sich ebenfalls noch im Aufbau: Laut Logicalis verfügen nur 42 % der Unternehmen über strukturierte Richtlinien, und 49 % befinden sich in der Implementierungsphase. Dennoch stellen sich die Ergebnisse schnell ein: 77 % der Unternehmen, die in den letzten zwölf Monaten investiert haben, konnten bereits einen Return on Investment verzeichnen.
„Anders ausgedrückt: Trotz der strukturellen Lücken zeigt KI bereits konkrete Ergebnisse, was Investitionen in Schulungen und gute Regierungsführung umso dringlicher macht. Es gibt noch viel Potenzial für deren Ausbau und die Erzielung einer besseren Kapitalrendite“, so CRO weiter.
Eine weitere wichtige Erkenntnis von Gartner ist, dass 63 % der Unternehmen mit einem hohen Reifegrad im Bereich KI die Ergebnisse ihrer Projekte bereits anhand solider ROI- und Kundenzufriedenheitskennzahlen messen. Allerdings gelingt es weniger als der Hälfte dieser Unternehmen, ihre KI-Projekte drei Jahre oder länger betriebsbereit zu halten, was die Bedeutung strukturierter, langfristiger Strategien unterstreicht.
Damit diese KI-Investitionen nachhaltig und transformativ sind, ist es notwendig, das Vertrauen und die operative Leistungsfähigkeit der Teams zu steigern, das Datenmanagement zu stärken und eine Kultur des kontinuierlichen Lernens zu festigen – ein dreigliedriger Ansatz, der laut João Neto von grundlegender Bedeutung ist, um sicherzustellen, dass Innovationen tatsächlich in einen geschäftlichen Mehrwert umgesetzt werden.
„Es genügt nicht zu investieren: Es ist notwendig, den Boden vorzubereiten, damit Daten, Menschen und Kultur sich gemeinsam weiterentwickeln können“, so das Fazit des Managers.

