-Bericht „Reality Check“ überprüfen 70 % der Millennials gelegentlich die Echtheit ihrer Kontakte, und 64 % geben an, online schon einmal jemandem begegnet zu sein, der ihrer Meinung nach seine wahre Identität falsch dargestellt oder verfälscht hat. Die Studie offenbart zudem eine gewisse Naivität im digitalen Verhalten der Millennials. Als erste Generation, die mit sozialen Medien aufgewachsen ist, sind sie stolz auf ihre technologischen Erfahrungen und Erfolge: 71 % halten sich für die digital versiertesten Mitglieder ihrer Familien.
Laut der Studie geben 14 % der Millennials an, einen falschen Namen verwendet, ein fiktives Profil erstellt oder sich in sozialen Medien als jemand anderes ausgegeben zu haben. Diese Statistik verdeutlicht einen besorgniserregenden Trend: Digitale Identitätsfälschung ist nicht nur Kriminellen vorbehalten, sondern ein Verhalten, das von einigen Angehörigen dieser Generation übernommen wurde.
„ Wenn wir uns ausschließlich auf unser eigenes digitales Wissen verlassen, übersehen wir möglicherweise, dass andere nicht so unschuldig sind, wie wir annehmen. In manchen Fällen nutzen Menschen mit stark narzisstischen, psychopathischen oder machiavellistischen Zügen dieses Vertrauen durch Catfishing und andere betrügerische Taktiken aus“, sagt Ruth Guest, Cyberpsychologin und Gründerin des Social-Media-Sicherheitsspiels Sersha .
Die Folgen dieses Verhaltens sind deutlich: 38 % dieser Generation berichten von negativen Erfahrungen aufgrund eines Vertrauensverlusts im Internet, und 68 % geben an, dass sie weniger geneigt sind, online Vertrauen zu fassen und Beziehungen aufzubauen. Am überraschendsten ist vielleicht die Tatsache, dass trotz alledem 44 % der Befragten angeben, Informationen aus virtuellen Gemeinschaften weiterhin zu vertrauen.
„Als primäre digitale Verwalter in Haushalten weltweit liegt es an den Millennials selbst, das Problem der Naivität und des Misstrauens ihrer Generation zu erkennen und anzugehen. Ihre Rolle geht über ihre eigene Nutzung hinaus; sie beeinflussen die gesamte Online-Community, indem sie das digitale Leben anderer verwalten“, sagt Marc Rivero, leitender Sicherheitsforscher im Global Research and Analysis Team (GReAT) von Kaspersky.
„Durch proaktive Maßnahmen wie Identitätsprüfung, Verwaltung persönlicher Daten und Informationen über Cyberbedrohungen können Millennials die Kontrolle über ihre Online-Sicherheit behalten und das Risiko von Täuschung verringern. Die von ihnen gepflegten digitalen Gewohnheiten schützen nicht nur ihre eigene Sicherheit, sondern fördern auch größere Vorsicht bei jüngeren Generationen und weniger technikaffinen Personen und stärken so eine Kultur der Wachsamkeit in einer zunehmend trügerischen Online-Welt“, Rivero hinzu
Die folgenden Empfehlungen können Millennials, ihren Familien und Freunden helfen, die Risiken, denen sie bei digitalen Interaktionen begegnen können, besser einzuschätzen:
- Identitäten überprüfen: Führen Sie umgekehrte Bildersuchen durch, gleichen Sie Profile ab und führen Sie Videoanrufe durch, um zu bestätigen, dass eine Person den von ihr veröffentlichten Fotos entspricht.
- Informationen abgleichen: Prüfen Sie, ob es verlässliche Quellen gibt, die die geteilten Informationen belegen, um die Verbreitung oder Beteiligung an Fehlinformationen zu vermeiden.
- Schützen Sie Ihre persönlichen Daten: Beschränken Sie, was sichtbar und teilbar ist. Achten Sie darauf, was Sie anzeigen, und passen Sie Ihre Datenschutzeinstellungen an, um den Zugriff auf sensible Daten einzuschränken.
- Seien Sie vorsichtig mit Standortangaben: Das Posten häufig besuchter Orte kann ungewollt Verhaltensmuster offenbaren. Verwenden Sie daher bei Standort-Tags eher allgemeine oder unspezifische Angaben.
- Gehen Sie sorgsam mit den Daten anderer um: Holen Sie immer deren Einwilligung ein, bevor Sie Informationen weitergeben, die andere Personen betreffen. Behandeln Sie diese Daten mit der gleichen Sorgfalt und dem gleichen Respekt wie Ihre eigenen.
- Bleiben Sie über digitale Betrugsmaschen informiert: Kennen Sie die gängigsten Online-Betrugsmaschen und ihre Warnsignale, um besonders wachsam zu sein. Der Kaspersky Daily bietet Ihnen dazu aktuelle Tipps.
- Verwenden Sie sichere Passwörter: Vertrauenswürdige Sicherheitslösungen wie Kaspersky Password Manager generieren für jedes Konto sichere und einzigartige Passwörter. Widerstehen Sie der Versuchung, dasselbe Passwort für mehrere Konten zu verwenden.
- Installieren Sie Updates: Halten Sie Anwendungen und Software auf dem neuesten Stand, um Sicherheitslücken zu schließen und optimale Sicherheit für alle Geräte zu gewährleisten. Verwenden Sie außerdem Antivirensoftware wie Kaspersky Premium , um sich vor Bedrohungen wie betrügerischen Anrufen und Identitätsdiebstahl in Echtzeit zu schützen.
Um auf den Bericht zuzugreifen, folgen Sie diesem Link .

