AnfangArtikelCMOs, KI und die Herausforderung, Volumen in ein Ergebnis umzuwandeln

CMOs, KI und die Herausforderung, Volumen in ein Ergebnis umzuwandeln

Das Marketing erlebt eine Sinnkrise. Angesichts stagnierender Budgets, Ergebnisdrucks und zunehmend fragmentierter Arbeitstage sind viele Teams auf Automatik umgestiegen. Die Antwort auf jedes Problem scheint immer dieselbe zu sein: mehr Kampagnen, mehr Investitionen in Performance-Medien, mehr Auslieferungen in kürzerer Zeit. Doch aktuelle Zahlen zeigen die Grenzen dieses Modells. Gartner CMO-Ausgabenumfrage 2025 zeigt, dass mehr als die Hälfte der weltweit durchgeführten Kampagnen nicht den erwarteten Umsatz erzielten.

Trotz dieser Warnung sagen 55% der CMOs, dass sie ihre Investitionen in Performance-Kanäle im Jahr 2025 erhöhen werden. Und das, während die ROAS Der Return on Media Investment (ROI) – der Indikator, der misst, wie viel ein Unternehmen pro in Werbung investiertem Real verdient – erweist sich zunehmend als instabil. Was einst ein verlässlicher Maßstab für Entscheidungen war, ist zu einem Barometer der Volatilität geworden. Das Verbraucherverhalten ändert sich, die Kanäle sind gesättigt, und das Modell, an denselben Formeln festzuhalten, führt zunehmend zu mehr Verschleiß als zu Ergebnissen.

In diesem Kontext wird Künstliche Intelligenz nicht mehr nur ein Versprechen, sondern zu einer strategischen Notwendigkeit. Die Umfrage zeigt, dass 411 % der CMOs bereits KI zur Automatisierung wichtiger Aufgaben nutzen und weitere 331 % fortschrittliche Technologien, darunter KI, integrieren, um die Effizienz ihrer Abläufe zu steigern. Der entscheidende Punkt ist jedoch nicht die Einführung der Technologie selbst, sondern vielmehr, was Unternehmen mit diesem Geschwindigkeitsgewinn anfangen. Ohne einen qualitativen Sprung in Strategie und Ergebnis läuft KI Gefahr, nur noch Mittelmäßigkeit zu beschleunigen.

Die gute Nachricht: Es geht auch anders. Richtig eingesetzt, kann KI Marketingteams von repetitiven operativen Aufgaben befreien und so Raum für das Wesentliche schaffen: Denken, Gestalten und Vernetzen. Generative KI (GenAI) spielt dabei eine immer entscheidendere Rolle. Nicht nur als Tool zur Datenanalyse oder Berichterstellung, sondern auch als Partner bei der Erstellung von Bildern, Videos, Texten und anderen Inhalten, die ihre Zielgruppe konsistent, identitätsstiftend und zielgerichtet erreichen. Bei Pupila erleben wir dies täglich aus erster Hand: Technologie ermöglicht Marken, in großem Maßstab zu kreieren, ohne dabei an Originalität einzubüßen.

Doch wenn CMOs aus diesem Moment eine Lektion lernen können, dann diese: Effizienz ohne Empathie baut keine Marke auf. Automatisierung ist zwar willkommen, kann aber menschliches Einfühlungsvermögen nicht ersetzen. Die Herausforderung besteht nun darin, KI zu nutzen, um Agilität zu gewinnen, aber vor allem, um mehr Raum für menschliche Entscheidungen zu schaffen. Es reicht nicht zu wissen, worauf der Verbraucher geklickt hat. Man muss verstehen, was er fühlt, was seine Entscheidungen beeinflusst und was tatsächlich eine echte emotionale Verbindung erzeugen kann.

Während einige Führungskräfte weiterhin um jeden Preis nach Größe streben, werden CMOs, die die Macht der Humanisierung verstehen – unterstützt durch Technologie, nicht trotz ihr – diejenigen sein, die Marken aufbauen, die im Leben der Menschen eine echte Präsenz haben. Denn letztendlich geht es beim Marketing vor allem darum, dass Menschen mit Menschen sprechen.

Die Zukunft gehört denen, die es verstehen, künstliche Intelligenz mit emotionaler Intelligenz zu verbinden.

Daniel Alencar
Daniel Alencar
Daniel Alencar ist Gründer und CEO von Pupila Brand Studio.
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